Beskrivelse
Für das Kriterium "Herangehensweise zur Umsetzung der Leistung" bewertet die Vergabestelle das Verständnis der Aufgabenstellung, das Erkennen der projektspezifischen Problemstellungen sowie die Qualität und Praktikabilität des vorgeschlagenen Vorgehens.
Darzustellen sind insbesondere:
• die konkrete Herangehensweise zur Fortschreibung der vorliegenden Vorplanung / LPH 2,
• das Vorgehen zur Erstellung der Entwurfsplanung / LPH 3 einschließlich EW-Bau,
• die beabsichtigte Projektorganisation,
• die vorgesehenen Abstimmungs-, Prüf- und Qualitätssicherungsprozesse,
• der Umgang mit Schnittstellen, Risiken und Abhängigkeiten,
• die Sicherstellung der termin- und budgetgerechten Leistungserbringung.
Erwartet wird eine nachvollziehbare Darstellung, wie der Bieter die qualitativen und quantitativen Anforderungen aus der Leistungsbeschreibung umsetzt. Der Bieter soll die von ihm vorgesehenen Methoden, Arbeitsschritte und Projekterfahrungen plausibilisieren.
Besondere Herausforderungen des Projekts liegen insbesondere in:
• der Fortschreibung der vorhandenen Vorplanung aus 09/2023,
• der Herstellung prüffähiger EW-Bau-Unterlagen,
• der Einbindung der baufachtechnischen Zuwendungsprüfung,
• der Lage im gewerblich bzw. hafenwirtschaftlich geprägten Umfeld,
• dem Umgang mit überwiegend versiegelten Bestandsflächen,
• möglichen Bodenbelastungen / Altlastenrisiken,
• der Regenwasserbewirtschaftung, Retention und Umsetzung von Schwammstadt-Prinzipien,
• der Neuordnung von Aufenthalts-, Wege- und Mobilitätsflächen,
• der Integration von Fahrradabstellanlagen / Fahrradgaragen,
• der wirtschaftlichen und robusten Material- und Konstruktionswahl,
• der Berücksichtigung von Re-Use-Ansätzen und Rückbaumaterialien, soweit technisch und wirtschaftlich sinnvoll.
Der Bieter soll im Rahmen seines Konzepts darlegen, welche besonderen Anforderungen er auf Grundlage der Leistungsbeschreibung und der übrigen Projektunterlagen erkannt hat. Dabei sind insbesondere wirtschaftliche Bauweisen, robuste und pflegearme Materialien, die spätere Unterhaltung, Betreiberanforderungen sowie die Anforderungen an Freiflächenarchitektur und Aufenthaltsqualität zu berücksichtigen.
Positiv bewertet werden nachvollziehbare und projektspezifische Lösungsansätze oder Optimierungsvorschläge, insbesondere zu Entsiegelung, Regenwasserbewirtschaftung, Schwammstadt-Prinzipien, Mobilität, Barrierearmut, Re-Use, Baukostenstabilität und Prüffähigkeit der EW-Bau.
Der Bieter hat weiterhin darzustellen, wie er mit projektspezifischen Risiken umgeht. Hierzu zählen insbesondere Risiken aus Altlasten, Baugrund, Entwässerung, Leitungsbestand, Schnittstellen zu benachbarten Nutzungen, Kostenentwicklung, Förderfähigkeit und Terminplanung.
Ferner ist darzustellen, wie der Bieter die zeitliche Realisierbarkeit der Stufe 1 bewertet und sicherstellt. Erwartet wird ein nachvollziehbarer Termin- und Meilensteinplan für die Fortschreibung der LPH 2, die Erstellung der LPH 3 / EW-Bau sowie die Mitwirkung im Rahmen der baufachtechnischen Zuwendungsprüfung.